Pro Infirmis führt 2026 erneut eine Umfrage zur Inklusion von Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in der Schweiz durch. Nach einer ersten Umfrage im Jahr 2023 soll diese neue Umfrage Aufschluss über den Stand der Inklusion in unserer Gesellschaft geben, basierend auf den direkten Erfahrungen der betroffenen Personen.

Ihre Teilnahme ist wertvoll, um die Lebensrealität von Menschen mit einer Krankheit oder Behinderung sichtbar zu machen und dazu beizutragen, das Wissen und die politischen Massnahmen für eine wirklich inklusive Gesellschaft zu stärken.

 

📝 Praktische Informationen

  • Zielgruppe: Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren mit einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung, die in der Schweiz wohnen
  • Online-Umfrage: https://gfzb.ch/umfrage/pro-infirmis-2026
  • Frist: 14. Februar 2026
  • Dauer: ca. 20 Minuten
  • Datenschutz: streng vertrauliche Behandlung, anonyme Auswertung

Die Umfrage umfasst zehn Lebensbereiche: Bildung, Arbeit, Mobilität, Freizeit, soziale Beziehungen, Rechte, politische Teilhabe, Gesundheit, Wohnen und Zugang zu Informationen.

 

🔎 Warum ist diese Umfrage wichtig?

Inklusion beschränkt sich nicht nur auf barrierefreie Infrastrukturen. Sie betrifft alle Aspekte des täglichen Lebens: Studieren, Arbeiten, Mobilität, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, Ausübung der eigenen Rechte, das Gefühl, vertreten zu sein …

Die betroffenen Personen selbst können ihre Realität und die Hindernisse, denen sie begegnen, am besten beschreiben. Pro Infirmis möchte dank Ihrer Rückmeldungen besser verstehen, was die soziale Teilhabe in der Schweiz fördert oder behindert.

 

📊 Einige wichtige Ergebnisse des Index 2023
(1. Ausgabe der Studie, durchgeführt unter 1433 Personen)

Im Jahr 2023:

  • fühlten sich 4 von 5 Personen stark ausgegrenzt
  • Bereiche, in denen Ausgrenzung am stärksten empfunden wurde:
    • Politik: 50 %
    • Arbeit: 49 %
    • Mobilität: 44 %

Übersicht über die am stärksten betroffenen Bereiche

  • Politik: ¾ der Befragten fühlen sich nicht vertreten und schätzen ihre Chancen, gewählt zu werden, als sehr gering ein.
  • Arbeit: 1 von 2 Personen glaubt, keinen Zugang zum primären Arbeitsmarkt zu haben.
  • Mobilität: 1 von 3 Personen fühlt sich in ihrer Mobilität eingeschränkt (zahlreiche bauliche Barrieren und Hindernisse im öffentlichen Verkehr).
  • Freizeit: 2 von 5 Personen fühlen sich in ihrer Teilnahme an kulturellen oder sportlichen Aktivitäten eingeschränkt.
  • Gesundheit: 1 von 4 Personen fühlt sich im Schweizer Gesundheitssystem diskriminiert.

 

Diese Ergebnisse zeigen, dass Inklusion in der Schweiz nach wie vor eine grosse Herausforderung darstellt – entdecken Sie die Ergebnisse für 2023 im Detail.

 

Machen Sie die Lebensrealität von Menschen mit einer seltenen Krankheit sichtbar, indem Sie die Informationen ausfüllen und in Ihrem Umfeld verbreiten!